Fortbildungspflicht

Häufig gestellte Fragen zum Thema Fortbildungsstunden:

Was bringt mir eine Teilnahmebescheingung mit der Angabe von Bearbeitungsstunden ?
Fortbildungen ohne ATF-Stunden können nachträglich von Ihrer zuständigen Tierärztekammer nach § 2, Abs. 3 der Berufsordnung anerkannt werden. Rückfragen Ihrer zuständigen Tierärztekammer beantworte ich gern.

Wieviele Fortbildungsstunden sollten Tierärzte im Jahr nachweisen?
Das kommt darauf an, in welchem Bundesland Sie arbeiten und welche weiteren Qualifikationen Sie haben.
Es gibt zwar eine Musterberufsordnung der Bundertierärztekammer (BTK).
Darin stehten folgende empfohlenen Stundenzahlen pro Jahr:
Tierärzte im Beruf: 20 Fortbildungsstunden
Tierärzte mit Zusatzbezeichnung: 24
Fortbildungsstunden, davon 6 Std. im Fachgebiet
Fachtierärzte: 30
Fortbildungsstunden, davon 15 Std. im Fachgebiet
Tierärzte mit Weiterbildungsermächtigung: 40
Fortbildungsstunden, davon 20 Std. im Fachgebiet
Die BTK-Musterberufsordnung ist aber nicht bindend für alle Länder.
Fragen Sie deshalb bei Ihrer zuständigen Kammer nach, denn die Anforderungen unterscheiden sich aber von Bundesland zu Bundesland.Eine Übersicht der Kontaktadressen (inkl. Webseiten) aller Tierärztekammern finden Sie
hier auf der Seite Bundestierärztekammer.

Müssen Tierärzte im europäischen Vergleich besonders viele Fortbildungsstunden nachweisen?
Nein, in anderen europäischen Ländern werden mehr Fortbildungstunden gefordert.

Ein sehr aufschlussreicher Artikel darüber ist im Deutschen Tierärzteblatt
4/2009 S. 486f. erschienen.

Werden (deutsche) ATF-Stunden auch in der Schweiz und in Österreich anerkannt?
Ja, das geht seit dem 2.1.2012 auch ohne gesonderten Antrag (§11, ATF-Statuten)
Der Umrechnungssschlüssel lautet
für ÖTK (Österreichische Tierärztekammer): ein BIldungspunkt entspricht einer ATF-Stunde
für GST (Gesellschaft Schweizer Tierärzte): ein Bildungspunkt entspricht drei ATF-Stunden

Zuletzt geändert: Dienstag, 11. Dezember 2012, 11:45